POSTDIGITALE WELTEN + LABOR ZUR ANALYSE SOZIALER NETZE

06. October 2011 News

Seminar Prof. Michael Bielicky, Lehrbeauftragte(r): Gehmann / Marco Zampella / Don Foresta, Montags 16 Uhr, Raum 323 (ENTROPIA)

„Jede Revolution ist eine technologische Revolution.“ Vilém Flusser Im Seminar POSTDIGITALE WELTEN geht es um bewusste und unbewusste Formatierungsprozesse, welche durch die digitalen Revolutionen ausgelöst wurden. Was für eine Wirkung hat der aktuelle technische Fortschritt in der Gesellschaft auf den Menschen? Wie entstehen die damit verbundenen Strukturen und wie lassen sie sich aufbrechen? Und zu welchen Wandlungen in der Gesellschaft und der Welt wird dies führen? Diesen Fragen werden im Seminar nachgegangen und in Form von künstlerischen Arbeiten und Publikationen präsentiert.

Medienkünstler, Geisteswissenschaftler und Informatiker arbeiten gemeinsam an theoretischen und praktischen Aspekten der gesellschaftlichen und individuellen Prägung von uns umgebenden Strukturen. Die grundsätzlich kritische Haltung gegenüber Formaten spiegelt sich auch in der Arbeitsweise des Seminars: Zeitstrukturen werden gebrochen, Themenkomplexe werden gemeinsam erarbeitet.

LASN, das LABOR ZUR ANALYSE SOZIALER NETZE, setzt sich u.a. kritisch mit der Netzkultur auseinander. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Möglichkeiten der Social Media genutzt werden, vollzieht sich für viele User auf eine unreflektierte Art und Weise. Bei LASN geht es einerseits darum, Studien und Projekte zum Thema zu generieren und andererseits User zu sensibilisieren und die wahren Intentionen der Dienste ans Tageslicht zu bringen. Weiter werden Fragen aufgeworfen, die aktuelle Einflussnahme auf unsere Netzkultur, etwa durch Politik oder Gesellschaft, beleuchten wollen. Don Foresta wird zudem begleitend unter dem Titel THE NETWORK METAPHOR AND THE NEW RENAISSANCE vom 30.5 bis 1.6.2012 einen Workshop anbieten. Ziel der Veranstaltung ist es einen Ansatz zum Studium von Netzwerken zu erarbeiten, wo es als Idee, als künstlerischer Raum, als Raum zwischen Kunst und Wissenschaft und als symbolische Repräsentation einer Transformation, die einer neuen Renaissance inhärent ist, verstanden werden kann. Der Workshop wird in Englisch abgehalten. Die beiden Seminare und der Workshop sind offen für alle und sind auf interdisziplinäres Arbeiten zwischen Theoretikern und Praktikern angelegt. Weitere Infos: mzampella(at)hfg-karlsruhe.de Beginn: 16. April, beide Seminare 14-tägig im Wechsel