Philosophenspiel

14. July 2012 News
Philosophenspiel

Entstanden aus der simplen Notwendigkeit heraus, im Rahmen eines Seminars zwei Themen miteinander zu verbinden, die sonst wohl eher selten in dem gleichen Satz Erwähnung fänden, ist das Philosophenspiel ein verzweifelter Versuch, eine spontane und – zugegeben – absurde Idee in die Wirklichkeit umzusetzen. Als Nietzsche über die Vor- und Nachteile von elektrischen Schraubendrehern mit Demokrit diskutieren und sich auf die bei Thomas Hobbes in der letzten Runde entwendeten Theorien stützen? Sicher. In der Rolle des Sartre Thomas von Aquin von der Existenz der Marsianer überzeugen zu müssen? Selbstverständlich.

Es entwickelte sich eine Diskurssimulation. Die Themenwahl im Philosophenspiel (sofern leere Zettel und ein geeignetes Schreibwerkzeug vorhanden) bleibt gänzlich den Spielern überlassen, die Argumentation benötigt allerdings die Spielkarten – schließlich bedarf das Spiel auch einer Daseinsberechtigung. Charakteristisch für ein Kartenspiel und vielleicht weniger charakteristisch für ein philosophisches Gespräch, ist es bei dem Philosophenspiel möglich zu gewinnen. Zumindest in der Theorie. Alle bisherigen Testpartien mussten aufgrund des Zeitmangels und versuchter Konsensfindung unterbrochen werden.

Von Gregor Belogour

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     English version

Originated from the simple need to connect two subjects  with each other within the scope of a seminar that would normally rather not go together, the Philosophenspiel a desperate attempt a spontaneous and – added – absurd idea to turn this into reality. When Nietzsche discuss the advantages and disadvantages of electric screwdrivers with Demokrit and in the last round rests on Thomas Hobbes stolen theories? Certainly. You have to be convincing in the role of Sartre Thomas von Aquin to talk about the existence of the Marsianer? Of course.

It developed a discourse simulation. The subject choice in the Philosophenspiel (provided that empty slips of paper and suitable writing tools available) totally remains to the players choice, however, the argumentation needs the playing cards – finally, the game also needs a right to exist. Typically for a card game and maybe less typically for a philosophical conversation, it is possible with the Philosophenspiel to win. At least in theory. All present test parts had to be interrupted on account of the lack of time and tried ‘Konsensfindung’.

By Gregor Belogour